Die Onlinevermarktung von Diplomarbeiten und vergleichbaren Werken (Bachelor, Master, Dissertation) hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Auf diversen Plattformen wird bereits mit Zehntausenden wissenschaftlicher Werke gehandelt.
Verständlich ist der Wunsch, nach all der Schufterei und Schreiberei mit einer Diplomarbeit Geld zu verdienen, statt dass diese im Instituts-Archiv verstaubt. Ein dem Aufwand angemessenes Autorenhonorar dürfte jedoch in den meisten Fällen kaum zu erzielen sein angesichts der Tatsache, dass fast jede wissenschaftliche Arbeit i.d.R. in Universitäts- und anderen Bibliotheken einzusehen und binnen weniger Tagen per Fernleihe, als Kopie oder PDF-Datei erhältlich ist.
Ich rate dazu, vor einer Online-Vermarktung unbedingt mehrere Anbieter zu vergleichen und sich neben den finanziellen Kriterien (Wer will hier an wem verdienen?) sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen anzuschauen.
Zu wichtigen Kriterien dabei zählen u.a.:
Der letzte Punkt lässt sich mit anderen Arbeiten des Verlags schnell über eine Internetrecherche und einen Gang zum Buchhändler prüfen.
Eine aktuelle Liste von Anbietern im Entwurf dieses Beitrags habe ich wieder entfernt. Der Markt ist zu unübersichtlich, in ständiger Bewegung und windige von seriösen Anbietern zu trennen, ist nicht immer ganz leicht. Ob sich eine Online-Vermarktung lohnt oder nicht, lässt sich kaum pauschal beurteilen und ist in jedem Einzelfall zu prüfen.
Diese Anbieter sind mir beim Verfassen meiner eigenen Bachelorarbeit auch aufgefallen und mir war das ganze Prinzip zu wider. Deswegen wollte ich eine Plattform schaffen, bei der die Inhalte von wissenschaftlichen Arbeiten für alle frei zugänglich sind.
Wie ein Prototyp umgesetzt wurde, kann man unter http://www.deutsche-franzosische-schule-bildung.de nach schauen. Finanziert wird das Portal durch (möglichst dezente) Werbung.
Möchte jemand die Arbeit in einer offline lesbaren Version haben, kann er günstig eine PDF Version erwerben.
Die Gewinne werden zwischen Portalbetreiber, den Autoren und den Marketingkosten aufgeteilt.