Aus BioLektors Notizenbuch

Allerley Wundersames aus Biologie und Sprache

Was die Rechtschreibprüfung von WORD nicht findet (und nicht finden kann)

Jeder Korrekturleser weiß es: Die Rechtschreibprüfung von WORD ist eine schöne Sache, kann aber die Fehlersuche eines erfahrenen Korrektors nicht ersetzen. In folgendem Satz über Lausbuben auf Beerensuche erkennt selbst die derzeit neueste WORD-Version keinen einzigen Fehler:

Wen die jungen bein Bärenflüggen im Wallt mall wider über die Strenge schlacken,
schaut der Vater streng und zieht andere Seiten auf.

Jedes einzelne Wort ist orthografisch korrekt, daher ist aus Sicht der Prüfautomatik alles bestens. Für ein korrektes Ganzes bedarf es jedoch mehr als der Summe (vermeintlich) korrekter Teile. Der Satz enthält mindestens elf Tippfehler, einige sehr offensichtlich, andere leicht übersehbar. Strenge und streng? Oder Stränge und sträng? ;) Und haben Sie auch den Fehler im zweiten Satzteil bemerkt?

Zugegeben, das Beispiel ist arg konstruiert. Doch es gibt immer noch Fälle, wo WORD sogar Wörter als korrekt ansieht, die es in dieser Schreibweise in der deutschen Sprache eindeutig nicht gibt. Zuletzt ist mir dies in einem Text zur Biologie beim Wort „enzymattisch“ aufgefallen, welches trotz des überflüssigen „t“ nicht als falsch erkannt wird.

verfasst am Dienstag, dem 24. Februar 2009 um 12:17 Uhr, abgelegt unter Redaktion & Lektorat, Sprache
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