Bei neuen Berufen mit „Bio“ werde ich hellhörig. Hier begegnen mir Biokuratoren. Biokuratoren? Nein, das sind keine Biotoppfleger oder Ausstellungsmacher in Naturmuseen. Es geht um eine neue Berufsbezeichnung für auf Biowissenschaften spezialisierte Bibliothekare.
Um die forschenden Biowissenschaftlern vor der „Flut wissenschaftlicher Publikationen und riesiger Datenmengen aus Experimenten“ zu schützen, bringt der Biokurator sie in Form, „prüft sie genau, integriert sie in Datenbanken, und macht sie schließlich leicht zugänglich“, (Zitate aus dem Pressetext der EML Research GmbH anlässlich der „3. Biocuration Conference“ im April in Berlin).
Offenbar wird zumindest die deutsche Form des englischen „Biocurator“ erst seit kurzem verwendet. Gerade mal 5 deutschsprachige Fundstellen gibt Google heute aus, ohne Dubletten bleiben 3 Texte übrig.
Wie es bei Wissenschaftlern so üblich ist, wurde auf dem Berliner Treffen eine Fachgesellschaft gegründet, die International Society for Biocuration (ISB). Auch ein neues Fachjournal entsteht. Database – The Journal of Biological Databases and Curation. Denn mal alles Gute, ihr Biokuratoren, dem einen oder anderen Biokurator werde ich durch meine Arbeit sicherlich begegnen.
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