Speziell für die Biowissenschaften hat Nvidia, einer der führenden Hersteller von Grafikprozessoren, ein neues Programm gestartet. „Tesla Bio Workbench“ umfasst laut der offiziellen Pressemitteilung GPU-optimierte Applikationen und will vorkonfigurierte Computersysteme an den Forscher und die Forscherin bringen. Diese Systeme sollen dank einer speziellen Architektur von Grafikprozessoren biowissenschaftliche Berechnungen 10- bis 20-fach schneller machen.
Im Labor- und Feldalltag der meisten Biologen dürfte das kaum relevant sein. Für Wissenschaftler jedoch, die an Simulationsmodellen zu Molekulardynamik oder Quantenchemie („Computerchemie“) arbeiten oder auch mit speziellen Anwendungen der Bioinformatik klingt das interessant. Denn hier kann man nie genug Rechenpower zur Verfügung haben und Programmpakete wie GROMACS (GROningen MAchine for Chemical Simulations), LAMMPS (Molekulardynamik) oder VMD (Visualisierung und Analyse von biologischen Systemen wie Proteinen, Nukleinsäuren usw.) dürften mit den neuen Nvidia-GPUs richtig Spaß machen.
Eine „Tesla Bio Workbench“ unterm Schreibtisch mit einer Rechen- bzw. Grafikleistung, für die bis vor kurzem große Supercomputer mit Tausenden von CPUs nötig waren, da fällt dann auch ein „waiting for the data“ als Entschuldigung für den schleppenden Fortgang einer Diplom- oder Masterarbeit endgültig weg. Sofern man Studenten überhaupt an ein solches Spielzeug ran lässt.
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