Diese Woche gesehen, als ich per ÖPNV zu einer Arbeitsschutztagung unterwegs war: Ein Bücherregal in einem Hamburger Linienbus. Das Regal war beschriftet mit „Ihre Buchhaltestelle“, wie man auf dem beim Fahren geschossenen und leider nicht ganz scharfen Foto gerade noch erkennen kann.

Was das Ganze soll? Jeder Fahrgast darf im Regal stöbern und sich zum Lesen animieren lassen. Entspannt im Bus sitzen, auf verkehrsgenervte Autofahrer herunterschauen und neugierig in unbekannten Büchern blättern. Da kommt man doch gefühlt schneller und angenehmer ans Ziel, oder?
Hinter der sympathischen Aktion „Bücher im Bus“ der Nahverkehrsanbieter VHH und PVG steckt offenbar das Gebrauchtwarenkaufhaus STILBRUCH (zwei Filialen in Altona und Wandsbeck). Das Motto: „Anlesen, Mitnehmen, Durchlesen und wenn möglich wieder zurückstellen“. Schon 100 Busse wurden mit Bücherregalen ausgestattet, jeweils hinter dem Platz des Fahrers, und mehr als 10.000 Bücher fahren somit durch die Hamburger Stadtteile. Piktogramme außen am Bus zeigen an, ob es sich um einen Bücherbus handelt. Ob der ÖPNV in Hamburg demnächst in ÖBNV (Öffentlicher Bücher-Nahverkehr) umbenannt wird?
PS: Wer Bücher für die Aktion „Bücher im Bus“ abgeben will, wende sich bitte nicht an die Busfahrer, sondern an STILBRUCH.
Was für eine geniale Idee!
Super, nun weiß ich endlich wohin mit meinen Büchern!