Letzte Woche machte der BIOTechnikum-Truck in Konstanz Station und als Biologe war ich neugierig und habe mir das Projekt vor Ort angeschaut. Ein beeindruckendes Spezialfahrzeug, doppelstöckig mit Innentreppe, im geparkten und „ausgefahrenen“ Zustand über 6 m hoch, fast 17 ml lang und 7,5 m breit.

Innen ist dieser Biotechnik-Truck recht edel eingerichtet. Unten ein modernes Biotechnologie-Labor inkl. Pipetten, Mikroskop, Fermenter, PCR und anderen Laborgerätschaften, oben ein bestuhlter Raum für Präsentationen. Diese rollende Mischung aus Labor, Ausstellung und Kino tourt derzeit wieder durch Deutschland und es lohnt, sich das mal anzuschauen.
Hinter der Aktion steht das Bundeministerium für Bildung und Forschung. Ziel ist nicht nur, die Bevölkerung über Biotechnik zu informieren, sondern auch, für Nachwuchswissenschaftler zu werben. Daher ist der Truck an vielen Stationen zeitweise für Schulklassen reserviert, die im unteren Stockwerk selbst Experimente durchführen. Bis zu 20 Schüler gleichzeitig lernen, Bakterien zu färben, Enzyme in Waschmitteln nachzuweisen oder mit Hilfe von Hefe elektrischen Strom zu erzeugen.

Aber auch ohne eigenes Experimenten laden die Mitmach-Objekte der begleitenden Ausstellung den Besucher zum Ausprobieren ein. Sehr gelungen fand ich, wie der komplexe Vorgang beim ELISA-Test durch per Magnet bewegbare Modelle spielerisch be-greif-bar und erlebbar wird.
Die Betreuung durch die Mitarbeiter im Truck empfand ich als sehr freundlich und angenehm zurückhaltend. Man fühlt sich in keiner Weise kontrolliert, Fragen werden kompetent und geduldig beantwortet. Angesichts der teilweise heiklen und oft kontroversen Themen im Umfeld von Biotechnologie wie “Genmanipulation” oder “Stammzellen” bleibt die Ausstellung vergleichsweise neutral und sachlich.
Mehr zum Projekt „BIOTechnikum. Leben erforschen – Zukunft gestalten“ finden Sie auf www.biotechnikum.eu. Ob und wann die Roadshow auch mal in Ihrer Gegend vorbei kommt, können Sie im Tourkalender nachschlagen. (Bildquelle: © Flad & Flad Communication GmbH / BMBF)
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