Aus BioLektors Notizenbuch

Allerley Wundersames aus Biologie und Sprache

Samstag, 11. Dezember 2010

Kostenlos: Word 2010 – Auf einen Blick

Gerade zufällig entdeckt: Microsoft Press verschenkt zum Advent jede Woche ein aktuelles e-Book. Derzeit gibt es Microsoft Word 2010 – Auf einen Blick zum Download. Man muss allerdings eine E-Mail-Adresse angeben.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Wer wird Lebensmittel-Millionär?

Jede Menge Rätsel für den Unterricht gibt es auf talkingfood.de. Schülerinnen und Schüler ab der Sek I können in der Gruppe, zu zweit oder allein per Hausaufgabe ihr Wissen testen. Die Quiz-Aufgaben rund ums Thema Ernährung sind kostenlos, Lehrer finden kommentierte Lösungen. Die Site bietet noch weitere Spiele für den Unterricht.

Verantwortlich für das Portal talkingfood.de ist der aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V. Dessen Broschüren, Filme, Unterrichtsmaterialien zu Landwirtschaft, Verbraucher und Ernährung kann ich nur empfehlen.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Per Adventskalender durch die deutschsprachige E-Learning-Szene

Sie haben schon mal von ILIAS, Moodle, OLAT oder Clix gehört? Dann habe ich was für Sie. Kreative, informative und lustige Beiträge rund um das Thema E-Learning aus allen 16 deutschen Bundesländern sowie je zwei Beiträge aus Österreich und der Schweiz. Auch solche Überraschungen kann ein Adventskalender enthalten.
Eine schöne Idee und nett umgesetzt vom Tübinger Institut für Wissensmedien, den Betreibern der Plattform e-teaching.org. Wünsche allen Bloglesern einen fröhlichen zweiten Advent.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Von Krokus bis Rittersporn

Letzte Woche artete ein unverdächtiger Gruß in meinem E-Mail-Postfach in einen spannenden Rätsel- und Knobelspaß aus. Menschen mögen Rätsel.
Daher heute auch hier mal eine kleine Rateaufgabe aus “Biologie und Medien”: Wo finden sich folgende Blumen: Krokus, Tulpe, Tagetes, Gartennelke, Dahlie, Leberblümchen, Maiglöckchen, Aster, Gartenrose, Sonnenhut, Kartäusernelke, Narzisse, Tränendes Herz, Schwertlilie, Goldmohn, Edelweiß, Frauenschuh und Rittersporn? (Das Rätsel ist lösbar, die Antwort eindeutig und wer Google befragt, bringt sich um den Spaß ;) ).

Hinweis 1 (02.12.): Die Reihenfolge der Blumen ist nicht zufällig, sondern nach zunehmender … (?) … geordnet.

(Die erste Leserin hatte die Lösung schon vor diesem Hinweis raus, Gratulation an Rätselkönigin Ingrid R. aus Marburg.)

(Zur Lösung hier klicken.)

Dienstag, 30. November 2010

Europas digitale Bibliothek

Eine zu Unrecht nach meinem Eindruck eher wenig bekannte Online-Plattform ist die europäische digitale Bibliothek Europeana. Ziel ist, die in Museen, Archiven und Sammlungen schlummernde kulturelle und wissenschaftliche Vielfalt Europas online verfügbar zu machen. Mehr als 14,6 Millionen Objekte (Bilder, Texte, Filme u.a.), darunter bekannte Werke, aber auch Raritäten (Tagebücher, Rundfunksendungen, Fotos von Museumsobjekten) sind unter www.europeana.eu zugänglich. Damit wird die ursprüngliche Zielvorgabe von 15 Millionen Dokumenten bis 2015 bereits deutlich früher erreicht werden.

Geliefert werden die digitalen Werke aus 1500 Institutionen, darunter der Louvre, das Amsterdamer Rijksmuseum und die British Library. Nach Frankreich steht Deutschland übrigens an zweiter Stelle der Lieferanten.

Manches findet man zwar auch anderswo im Internet. Auf Europeana kann man jedoch davon ausgehen, dass das Material authentisch ist, weil auf die Originalquellen zurückgegriffen wird. Die Dokumente werden allerdings nur digital zusammengetragen, eine Strukturierung oder Vernetzung o. Ä. darf man nicht erwarten. Zum Stöbern ist diese Bibliothek daher nur bedingt geeignet.

Die angebotene Registrierung ist übrigens nicht notwendig. Sie ermöglicht allenfalls, Suchanfragen zu speichern oder Dokumente zu taggen (eigene Schlagwörter zu vergeben).

Donnerstag, 25. November 2010

Scannen mit WORD 2007 und 2010 – So funktioniert es


Haben Sie sich ebenfalls gewundert, wieso Microsoft ab Office 2007 die Scannen-Funktion „vergessen“ hat? Der so nützliche Befehl „Einfügen < Grafik von Scanner oder Kamera“ ist verschwunden. Auch das interaktive Referenzhandbuch, welches die Befehle in WORD 2003 und 2007 direkt vergleicht, hilft hier nicht weiter.

Ich war davon ausgegangen, dass der „Fehler“ im neuen WORD 2010 behoben ist, doch auch hier finde ich nirgendwo eine Scanfunktion unten den Symbolen auf den Menübändern. Ärgerlich für jeden, der hin und wieder einen Zeitungsausschnitt, eine Skizze oder ein anderes Motiv direkt vom Scanner nach WORD holen muss.

Behelfen kann man sich auf mancherlei mehr oder weniger umständliche Weise:

  • Motiv einscannen (alternativ Digitalkamera nutzen), abspeichern und in WORD als Grafik einfügen
  • nach AddOns googeln, welche die fehlende Funktion nachrüsten
  • ein Makro aufzeichnen (für viele User zu aufwändig, zudem müssen dafür ab WORD 2007 zunächst die Entwicklertools zugeschaltet werden)

Nur in WORD 2007 funktioniert: Einfügen > ClipArt > Organisieren von Clips > Clips zum Organizer hinzufügen > von Scanner oder Kamera

In WORD 2010 gibt es nun nicht mal mehr die Funktion „Organisieren von Clips“. Man muss nun WORD sogar verlassen, der neue Weg lautet: Über den Start-Button unten links nacheinander auf Alle Programme > Microsoft Office …. > Microsoft Office 2010-Tools > Microsoft Clip Organizer klicken. Im Organizer dann Menü Datei > Clips zum Organizer hinzufügen > von Scanner oder Kamera klicken.
Das sind mindestens 8 Klicks, um ein Bild vom Scanner in das Dokument zu bringen! Keine Ahnung, warum Microsoft es den Nutzern hier so schwer macht.

Doch wieder einmal hilft das Wissen um die richtige Tastenkombination: Drücken Sie in WORD 2010 mal (in dieser Reihenfolge): ALT + E + G + S und es erscheint der untenstehende Dialog (natürlich nur, wenn ein Scanner eingeschaltet und mit dem Rechner verbunden ist).
Scannen in WORD 2010 Sie wählen die Scanqualität vor und schwuppdiwupp landet das Motiv in Ihrem Dokument. WORD kann so einfach sein. Diesen Shortcut merk ich mir übrigens mit der Eselsbrücke „Einfach geschwind scannen“.

Dienstag, 23. November 2010

Arachnologie für jedermann – neuer Bestimmungsschlüssel für Spinnen geht online

Spinnen sind faszinierende Lebewesen. Das Aufstellen von selbst hergestellten Netzen zum Beutefang ist nahezu einzigartig im Tierreich. Kein Wunder, dass Spinnen auch in Literatur und Film beliebte Motive sind. Vielleicht kennen Sie Spiderman und Arachnophobia oder haben von Kankra oder Thekla gelesen?

Wer sich mit den real existierenden Spinnen in Europa beschäftigt, darf sich über eine neue und sehr ergiebige Online-Bestimmungshilfe freuen. Wolfgang Nentwig, Spinnenexperte der Uni Bern, hat gemeinsam mit Kollegen der Naturhistorischen Museen Basel und Bern sowie des Senckenberg-Museums Frankfurt eine Spinnen-Datenbank aufgebaut. Und diese Datenbank mit Infos zu den mehr als 4.000 bekannten europäischen Spinnenarten ist seit kurzem unter http://www.araneae.unibe.ch/ frei zugänglich.

Spinneninteressierte finden Bestimmungsschlüssel für alle 58 Familien und die meisten der 600 Spinnengattungen Europas. Ein Glossar erklärt die Fachbegriffe, wenn man vergessen hat was orthognath und labidognath unterscheidet. Zu den 4.000 Karten und rund 18.000 Abbildungen sollen demnächst 10.000 Fotos dazukommen.

Bemerkenswert auch, dass selbst Verlage und Fachgesellschaften für dieses tolle Projekt Zugang zu ihren Urheberrechten gewährt haben. Die Arachnologie ist spätestens jetzt keine Geheimwissenschaft mehr.

Dienstag, 16. November 2010

Ein Herz aus Mathematik

Was besagt diese Formel?
Herzformel, Quelle: mathworld.wolfram.com
Sie bildet in dreidimensionaler Darstellung die Oberfläche eines Herzens nach. Sie glauben das nicht? Ich besitze leider selbst kein Programm, um mir das grafisch ausgeben zu lassen. Aber schauen Sie bei MathWorld nach.
Jede Menge interessanter Methoden, wie Schüler und Mathematiker sich der Herzform nähern (inkl. Waffeln und Schwanenpaar) finden Sie auch unter den Mathematischen Basteleien. Beide Adressen kann ich zum Stöbern nur wärmstens empfehlen.

Nachtrag: Man findet das Herz und seine Formel auch in der sehenswerten Ausstellung “IMAGINERY – with the eyes of mathematics“. Die ist derzeit leider in Paris zu sehen, kann aber auch virtuell besucht werden

Dienstag, 9. November 2010

Gesunde Ernährung im Stundenplan: Was ist drin in Obst und Gemüse?

Neulich nutzte ich die Gelegenheit, bei einem „Tag der Offenen Tür“ den normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Hamburger Großmarkt zu besuchen. Neben allerlei verlockenden Köstlichkeiten für Zunge und Gaumen fiel mir ein Stand des Schülerlabors auf. Neugierige Kinder experimentierten mit den Inhaltsstoffen von Obst und Gemüse.

Ein prima Ansatz, finde ich. Gesunde Ernährung nicht per Zwang oder oberlehrerhaften Ratschlägen, sondern spielerisch selbst erforschbar. Lebensmittelqualität so spannend in altersgerechten Versuchen aufbereitet, dass die Nachwuchswissenschaftler mit Begeisterung bei der Sache waren.

GreenBoxen - Foto: Kerstin Schmalz / SCOLAB

Das SCOLAB Schülerlabor wird getragen vom Hamburger Verein zur Förderung gesunder Ernährung e.V. und dem Partner Hamburger Großmarkt Obst, Gemüse und Blumen. Das Schülerlabor arbeitet eng mit dem Deutschen Zusatzstoffmuseum zusammen, über dessen sehenswerte Schau ich unter „Zusatzstoffe ins Museum?“ bereits berichtet habe.

Schulklassen können hier für wenige Euro Kurse buchen. Neu sind Workshops zur Lehrerfortbildung. Auch interessierte Verbraucher haben die Gelegenheit, zu experimentieren und sich zu informieren. Öffnungszeiten, Kontakt und alle Details unter www.scolab.de.

Für wen Hamburg zu weit ist, der kann sich von der Lehrmittel-Firma Hedinger, einer der Sponsoren des Schülerlabors, sogenannte GreenBoxen schicken lassen. Eine GreenBox enthält jeweils Materialien und Geräte für spannende Experimente rund um die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Zu jedem Set gehört auch eine Info-CD mit Hintergrund-Infos zur Botanik, Kulturgeschichte, Märkten und auch Rezepten. Bisher erhältlich sind GreenBoxen für Apfel, Banane und Kartoffel, demnächst folgt die GreenBox Gemüse querbeet.

Sonntag, 31. Oktober 2010

WORD: Einen ganzen Satz blitzschnell markieren

Manchmal möchte man in WORD genau einen Satz umformatieren, z.B. weil ein Zitat kursiv stehen soll. Statt den Cursor mit der Maus buchstabengenau an den Anfang und das Ende des Satzes zu platzieren, halten Sie einfach STRG gedrückt und klicken irgendwo in den Satz. Voilà, der Satz ist perfekt markiert.

Der einzige Haken dabei: Diese Funktion richtet sich nach den Punkten. Enthält der Satz z.B. einen Abkürzungspunkt, wird nur bis zu diesem markiert. In solchen Fällen

  • markieren Sie zunächst den ersten Satzteil per STRG und
  • erweitern dann per Mausklick bei gedrückter UMSCHALT-Taste die Markierung nach Belieben in den weiteren Text.
    Jeder Mausklick markiert genau bis zum jeweils nächsten Punkt-Zeichen.
Sonntag, 31. Oktober 2010

Blindtexte à la carte

Kennen Sie Blindtexte? Das sind mehr oder weniger sinnfreie Fülltexte, die man als Platzhalter in Webseiten oder Print-Layouts einfügt. Man erhält damit einen realistischeren Eindruck der fertigen Seiten, auch wenn der eigentliche Text noch nicht vorliegt.
kleiner-Blindtext Diesen kurzen, aber recht netten Blindtext entdeckte ich neulich:

Am weitesten verbreitet ist vermutlich der „Lore Ipsum“-Text. Wer sich daran satt gesehen hat, für den gibt es Alternativen. Das Online-Tool Fillerati liefert Blindtexte aus Klassikern, etwa „Alice im Wunderland“ oder „Moby Dick“. Auch Texte von Jules Verne oder H.G. Wells sind zu haben. Man wählt Autor und Titel und die Seite liefert einen Fließtext in gewünschter Länge, alternativ Überschriften oder Listen. Per Mausklick hüpft der Text in die Zwischenablage und kann unmittelbar als Platzhalter in Projekten verwendet werden.

Fillerati greift auf die Texte vom Gutenberg Projekt zurück, leider nur auf die englischen Versionen. Schaltet man auf Deutsch um, so erhält man die Übersetzungen der Google Language API. Wirklich „lesbar“ sin die deutschen Versionen daher nicht, aber als Fülltext allemal brauchbar.

Weitere Alternativen bietet der Blindtext-Generator. Hier findet man u.a. „Lore Ipsum“ auf Deutsch. Wichtiger sind die kopierbaren Typoblindtexte, die möglichst alle Buchstaben, Ziffern, Akzentzeichen usw. enthalten. Liebhabern von Märchen empfehle ich „Hinter den „Wortbergen“.

Sonntag, 31. Oktober 2010

WORD: Schriftart ganz fix per Shortcut wählen

Sie arbeiten in einem Dokument mit mehreren Schriftarten, nutzen aber keine Formatvorlagen? Per Maus in der meist langen Schriftartenliste von WORD herumzusuchen, ist Ihnen zu mühsam? Dann nutzen Sie eine Tastenkombination.

So weisen Sie ganz fix – und ohne Maus – eine Schriftart zu:

  1. Sie markieren (z.B. per Pfeiltasten oder ENDE + UMSCHALT) den Text, dessen Schriftart Sie ändern möchten.
  2. Sie drücken STRG + UMSCHALT + A
  3. Sie geben die ersten zwei oder drei Buchstaben der gewünschten Schriftart ein (alternativ per Pfeiltasten) und bestätigen beim gewünschten Eintrag mit der RETURN-Taste.

Dieser Shortcut funktioniert auch mit WORD 2007 und WORD 2010. Hier erscheint automatisch das Schriftarten-Fenster und das gewünschte Eintragsfeld ist angewählt.

Freitag, 29. Oktober 2010

Faszinierende Welt der Zahlen

Von den Zahlen kennt die Rechenkunst mehrere Arten. Dezimalzahlen, Primzahlen oder Quadratzahlen zum Beispiel. So weit kommt man als Laie noch mit. Im Zahlen-Park der Mathematiker finden sich weitere Spezies. Unter Polygonalzahlen und Fünfeckszahlen kann man sich noch etwas vorstellen, bei Repunitzahlen oder abunanten Zahlen bedarf dies schon größerer Phantasie.

Doch ist die Artenliste damit noch längst nicht zu Ende. Der wahre Zahlenliebhaber kennt u.a. befreundete Zahlen und vollkommene Zahlen. Auch Exoten wie glückliche Zahlen, unerreichbare Zahlen und sogar Schicksalszahlen sind ihm nicht fremd. Letztere haben übrigens nix mit den Lottozahlen zu tun. Neugierig geworden? Dann finden Sie weitere Exemplare dieses Zahlen-Zoos gelistet nach ihrer Größe unter Welt der Zahlen.

Auch wenn glückliche Zahlen oder Schicksalszahlen verdächtig nach Numerologie klingen, der Autor der Seite verzichtet – soweit ich das erkennen kann – auf jeglichen pseudowissenschaftlichen Humbug. Auch das macht die „Die schockierende Welt der Zahlen“ so empfehlenswert. Wessen Sinn für die Faszination und Schönheit von Mathematik über Sudoku hinausgeht, dem sei diese einzigartige Zusammenstellung von Sonderbarkeiten und Rechenspielereien ans Herz gelegt. Es ist erstaunlich, zu wie vielen Fundstücken aus diesem Sammelsurium schon Mathe-Schulwissen einen verstehbaren Zugang bietet.

Samstag, 9. Oktober 2010

Schulchemie mit Backpulver, Handwaschmittel und Fleischzartmacher

Chemie in der Küche, Quelle: Conatex-Didactic Conatex-Didactic ist ein Lehrmittel-Anbieter aus dem Saarland. In den Katalogen oder im Online-Shop finden Sie Materialien, Geräte und Ausstattungslisten für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Die Schwerpunkte liegen auf den Fächern Biologie, Chemie, Physik und Erdkunde. Biologie-Lehrer finden hier jede Menge Unterstützung, von Aquarien über Mikroskope und Anatomie-Modelle bis zur Ausrüstung für die Umweltanalytik.

Besonders aufgefallen im jüngsten Conatex-Newsletter ist mir der Versuch des Monats im Fach Chemie. Unter dem Titel „Chemie ist, wenn es stinkt und raucht?!?“ geht es um Chemie in der Küche. Denn jede Küche ist ein kleines Labor, in dem mit Chemikalien wie Zucker und Salz hantiert wird. Nicht nur Braten und Backen, sondern auch der alltägliche Abwasch beruhen auf chemischen Prozessen. Und einige davon lassen sich in Schulversuchen genauer untersuchen. Die komplette Versuchsanleitung zum Thema “Chemie in der Küche” gibt es kostenlos zum Download, ebenso wie mehr als 70 weitere Versuchsanleitungen.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Buchstaben sind doch keine Steine

Ich geb es zu: Buchstaben sind für mich als Autor und Lektor meist Mittel zum Zweck. Sie bilden Worte und Sätze, so wie Backsteine Wände und Häuser bilden. Bloß sieht man im fertigen Gebäude die einzelnen Steine meist kaum mehr, die Buchstaben im gedruckten Text dagegen sehr wohl. Doch auf Schrift und Druck der Texte, die über meinen Schreibtisch oder Monitor gehen, habe ich oft wenig Einfluss.

Es lohnt sich für jede Publikation, Schriftarten und -schnitte sorgsam zu wählen. Auch für Diplom- oder Masterarbeiten (sofern die Autorenrichtlinien der Hochschulen dem nicht entgegenstehen). Stil und Form der Buchstaben können zu einem Text und seinem Autor mehr oder weniger gut passen. Der einzelne Buchstabe trägt nicht nur die rein funktionale Bedeutung, mit seinen Nachbarn zusammen ein Wort zu bilden. Nein, Buchstaben wirken auch „nur so“, besonders mehrere zusammen.

Denn Buchstaben sind zart oder wuchtig, stehen schräg oder aufrecht. Sie treten zurückhaltend oder forsch auf, sie geben sich verspielt oder streng. Manche mögen sich, man sieht sie häufig zu zweit oder in Cliquen. S, C und H scheinen z.B. gute Freunde zu sein. Ich habe sogar den Eindruck, Buchstaben sind ein bisschen wie Menschen. Es gibt nicht nur große Buchstaben und kleine, schlanke und dicke, sie haben sogar Schenkel und Scheitel, Fuß und Bauch.
Kurzum: Buchstaben sind etwas sehr Spannendes. Man muss dazu gar nicht lesen, man muss nur genau hinschauen. (Manche Menschen versteht man auch nicht und schaut sie dennoch gern an.)

Die Wissenschaft dieser Buchstaben- bzw. Druckkunst ist die Typografie. Und wie beinahe jede Wissenschaft hat auch diese eine eigene Geheimsprache ein eigenes Vokabular. Es gibt in dieser Buchstaben-Wissenschaft spezielle Begriffe und diese setzen sich wiederum aus Buchstaben zusammen. Aber bevor ich nun noch philosophisch werde (war das gerade eine Rekursion?), verweise ich lieber auf einen sehr informativen Blogbeitrag von jemandem, der mehr von Typografie versteht und die Anatomie der Buchstaben im Detail vorstellt.

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