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	<title>Aus BioLektors Notizenbuch &#187; Museum</title>
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	<description>Allerley Wundersames aus Biologie und Sprache</description>
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		<title>Europas digitale Bibliothek</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 10:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine zu Unrecht nach meinem Eindruck eher wenig bekannte Online-Plattform ist die europäische digitale Bibliothek Europeana. Ziel ist, die in Museen, Archiven und Sammlungen schlummernde kulturelle und wissenschaftliche Vielfalt Europas online verfügbar zu machen. Mehr als 14,6 Millionen Objekte (Bilder, Texte, Filme u.a.), darunter bekannte Werke, aber auch Raritäten (Tagebücher, Rundfunksendungen, Fotos von Museumsobjekten) sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine zu Unrecht nach meinem Eindruck eher wenig bekannte Online-Plattform ist die europäische digitale Bibliothek Europeana. Ziel ist, die in Museen, Archiven und Sammlungen schlummernde <strong>kulturelle und wissenschaftliche Vielfalt Europas</strong> online verfügbar zu machen. Mehr als 14,6 Millionen Objekte (Bilder, Texte, Filme u.a.), darunter bekannte Werke, aber auch Raritäten (Tagebücher, Rundfunksendungen, Fotos von Museumsobjekten) sind unter <a href="http://www.europeana.eu">www.europeana.eu</a> zugänglich. Damit wird die ursprüngliche Zielvorgabe von 15 Millionen Dokumenten bis 2015 bereits deutlich früher erreicht werden.</p>
<p>Geliefert werden die digitalen Werke aus 1500 Institutionen, darunter der Louvre, das Amsterdamer Rijksmuseum und die British Library. Nach Frankreich steht Deutschland übrigens an zweiter Stelle der Lieferanten. </p>
<p>Manches findet man zwar auch anderswo im Internet. Auf Europeana kann man jedoch davon ausgehen, dass das Material authentisch ist, weil auf die <strong>Originalquellen </strong>zurückgegriffen wird. Die Dokumente werden allerdings nur digital zusammengetragen, eine Strukturierung oder Vernetzung o. Ä. darf man nicht erwarten. Zum Stöbern ist diese Bibliothek daher nur bedingt geeignet. </p>
<p>Die angebotene Registrierung ist übrigens nicht notwendig. Sie ermöglicht allenfalls, Suchanfragen zu speichern oder Dokumente zu taggen (eigene Schlagwörter zu vergeben). </p>
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		<title>Arachnologie für jedermann &#8211; neuer Bestimmungsschlüssel für Spinnen geht online</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 17:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Spinnen sind faszinierende Lebewesen. Das Aufstellen von selbst hergestellten Netzen zum Beutefang ist nahezu einzigartig im Tierreich. Kein Wunder, dass Spinnen auch in Literatur und Film beliebte Motive sind. Vielleicht kennen Sie Spiderman und Arachnophobia oder haben von Kankra oder Thekla gelesen? Wer sich mit den real existierenden Spinnen in Europa beschäftigt, darf sich über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spinnen sind faszinierende Lebewesen. Das Aufstellen von selbst hergestellten Netzen zum Beutefang ist nahezu einzigartig im Tierreich. Kein Wunder, dass Spinnen auch  in Literatur und Film beliebte Motive sind. Vielleicht kennen Sie <strong>Spiderman </strong>und <strong>Arachnophobia </strong>oder haben von <strong>Kankra </strong>oder <strong>Thekla </strong>gelesen?</p>
<p>Wer sich mit den real existierenden Spinnen in Europa beschäftigt, darf sich über eine neue und sehr ergiebige Online-Bestimmungshilfe freuen. Wolfgang Nentwig, Spinnenexperte der Uni Bern, hat gemeinsam mit Kollegen der Naturhistorischen Museen Basel und Bern sowie des Senckenberg-Museums Frankfurt eine Spinnen-Datenbank aufgebaut. Und diese Datenbank mit Infos zu den <strong>mehr als 4.000 bekannten europäischen Spinnenarten </strong>ist seit kurzem unter <a href="http://www.araneae.unibe.ch/">http://www.araneae.unibe.ch/</a> frei zugänglich. </p>
<p>Spinneninteressierte finden Bestimmungsschlüssel für alle 58 Familien und die meisten der 600 Spinnengattungen Europas. Ein <a href="http://www.araneae.unibe.ch/glossar.php"><strong>Glossar </strong></a>erklärt die Fachbegriffe, wenn man vergessen hat was orthognath und labidognath unterscheidet. Zu den 4.000 Karten und rund 18.000 Abbildungen sollen demnächst 10.000 Fotos dazukommen. </p>
<p>Bemerkenswert auch, dass selbst Verlage und Fachgesellschaften für dieses tolle Projekt Zugang zu ihren Urheberrechten gewährt haben. Die <strong>Arachnologie </strong>ist spätestens jetzt keine Geheimwissenschaft mehr. </p>
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		<title>Kur2liger Gesang der N8igall</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 21:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein hübsches Zahlen-Wort-Rätsel, entdeckt als Motiv einer Postkarte in der Abteilung zur Geschichte des Buchdrucks im Hamburger Museum der Arbeit. Die interessanten alten Zeilensetzmaschinen (Typographen), Druckmaschinen und Handpressen sind teils noch arbeitsfähig und bei Vorführungen in Gebrauch. Auch wenn man sich den Arbeitsalltag heute kaum vorstellen kann, es ging auch ohne WORD und Programme zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://biolektor.de/wp-content/uploads/St1setzer.jpg" alt="St1setzer-Rätsel (Museum für Arbeit, Hamburg)" title="St1setzer-Rätsel (Museum für Arbeit, Hamburg)" width="200" height="360" class="size-full alignleft wp-image-372" /><br />
Ein hübsches Zahlen-Wort-Rätsel, entdeckt als Motiv einer Postkarte in der Abteilung zur Geschichte des Buchdrucks im Hamburger <a href="http://www.museum-der-arbeit.de/home.php">Museum der Arbeit</a>. Die interessanten alten  <strong>Zeilensetzmaschinen (Typographen)</strong>, <strong>Druckmaschinen</strong> und <strong>Handpressen </strong> sind teils noch arbeitsfähig und bei Vorführungen in Gebrauch.</p>
<p class="keinzug">Auch wenn man sich den Arbeitsalltag heute kaum vorstellen kann, es ging auch ohne WORD und Programme zur Rechtschreibkorrektur.</p>
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		<title>Anfassen erwünscht: Naturwissenschaft im Odysseum be-greifen</title>
		<link>http://biolektor.de/index.php/2009/04/03/anfassen-erlaubt-naturwissenschaft-im-museum-be-greifen/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 17:55:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
				<category><![CDATA[BioLOGie]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute hat in Oberhausen der Wissenschaftspark Odysseum eröffnet. Ein &#8220;Museum&#8221; (?) der Naturwissenschaften zum Anfassen auf 200 Erlebnisstationen. &#8220;Ob Biologie, Physik, Chemie, Politik oder Medizin &#8211; bei uns ist für jeden etwas dabei&#8220;, heißt es in der offiziellen Presseerklärung und &#8220;Spaß, Erlebnis und Wissen gehen im Abenteuer-Wissenspark eine lang überfällige Symbiose ein&#8220;. Kritiker mögen einwenden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hat in Oberhausen der <a href="http://www.odysseum.de/">Wissenschaftspark Odysseum</a> eröffnet. Ein &#8220;Museum&#8221; (?) der Naturwissenschaften zum Anfassen auf 200 Erlebnisstationen. &#8220;<em>Ob Biologie, Physik, Chemie, Politik oder Medizin &#8211; bei uns ist für jeden etwas dabei</em>&#8220;, heißt es in der offiziellen Presseerklärung und &#8220;<em>Spaß, Erlebnis und Wissen gehen im Abenteuer-Wissenspark eine lang überfällige Symbiose ein</em>&#8220;. </p>
<p> Kritiker mögen einwenden, dass hier ein falsches Bild vermittelt wird, dass die tatsächliche Arbeit von Wissenschaftlern meist weniger mit Freizeitpark-Atmosphäre, sondern mit geduldiger, harter Arbeit zu tun habe. Aber wie auch immer man das sieht, Kindern (und Erwachsenen) die <strong>Faszination von Wissenschaft</strong> spannend und ohne erhobenen Zeigefinger zu präsentieren, ist und bleibt eine tolle Sache. Ich freue mich bereits drauf, mir das Odysseum anzuschauen, wnnn ich mal wieder in der Gegend zu tun habe. </p>
<p><img src="http://biolektor.de/wp-content/uploads/odysseum-dino.jpg" alt="Dino im Odysseum Oberhausen" title="Dino im Odysseum Oberhausen" width="500" height="365" class="aligncenter size-full wp-image-172" /><br />
<em>Dino im Odysseum Oberhausen (Bildquelle: Odysseum)</em></p>
<p class="keinzug">Bei der Gelegenheit fallen mir einige vergleichbare &#8220;Museen&#8221; auf, die ebenfalls Naturwissenschaften spielerisch und mit Spaß vermitteln: </p>
<ul>
<li><a href="http://www.technorama.ch/">Technorama </a>(Winterthur)</li>
<li><a href="http://www.inatura.at">inatura</a> (Dornbirn)</li>
<li><a href="http://www.turmdersinne.de">Turm der Sinne</a> (Nürnberg)</li>
<li><a href="http://www.deutsches-museum.de/">Deutsches Museum</a> (München) </li>
<li><a href="http://www.phaeno.de/">phaeno</a> (Wolfsburg) </li>
<li><a href="http://www.wissenswelten.com/">Wissenswelten</a> (Bremen / Bremerhaven)</li>
<li><a href="http://www.mathematikum.de/">Mathematikum </a> (Gießen)</li>
<li><a href="http://www.sciencemuseum.org.uk">Science Museum</a> (London)</li>
<li><a href="http://www.e-nemo.nl/en/">Nemo Science Center</a> (Amsterdam)</li>
<li><a href="http://www.77madrid.com/cosmocaixa_museo_de_la_ciencia_de_la_fundacion_la_caixa_en_madrid_la_caixa_foundation_science_museum.html">Cosmocaixa </a>(Museu Ciència Fundació la Caixa) (Barcelona)</li>
</ul>
<p class="keinzug">Sicher gibt es noch weit mehr Kandidaten für diese Liste, Hinweise (z.B. per Kommentar nehme ich gern entgegen).</p>
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		<title>Mathematik macht glücklich</title>
		<link>http://biolektor.de/index.php/2009/03/31/mathematik-macht-gluecklich/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 18:33:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
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		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend Vortrag von Professor Beutelspacher in der Volkshochschule Konstanz. Titel: Faszination Mathematik. Und tatsächlich, der Mathematikprofessor begeistert die Zuhörer im gut gefüllten Wolkensteinsaal. Eine Menge zu lernen: wie man aus einem Papierstreifen das Logo der Pythagoräer faltet und aus einem DIN A4-Blatt ein Tetraeder was einen Fußball vom Dodekaeder unterscheidet, obwohl beide 12 Fünfecke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Gestern Abend Vortrag von Professor Beutelspacher in der Volkshochschule Konstanz. Titel: <strong>Faszination Mathematik</strong>. <a href="http://www.mathematikum.de/"><img src="http://biolektor.de/wp-content/uploads/logo_mathematikum.jpg" alt="Mathematikum Gießen" title="Mathematikum Gießen" width="200" height="37" class="alignright size-full wp-image-170" /></a>Und tatsächlich, der Mathematikprofessor begeistert die Zuhörer im gut gefüllten Wolkensteinsaal. </p>
<p class="keinzug">Eine Menge zu lernen: </p>
<ul>
<li>wie man aus einem Papierstreifen das <strong>Logo der Pythagoräer</strong> faltet und aus einem DIN A4-Blatt ein Tetraeder</li>
<li>was einen Fußball vom <strong>Dodekaeder </strong>unterscheidet, obwohl beide 12 Fünfecke haben</li>
<li>wie schwierig ein Puzzle aus 2 (zwei!) Teilen sein kann</li>
<li>wie man mehrstellige Zahlen auf verblüffend einfach Weise multipliziert </li>
<li>was der Granitklotz von Max Bill vor der Deutschen Bank in Frankfurt mit einem deutschen Mathematiker zu tun hat</li>
<li>wie man aus zwei gegensinnigen und rechtwinklig verdreht zusammengeklebten Möbiusbändern mit Hilfe einer Schere <strong>zwei verschlungene Herzen</strong> zaubert!!!</li>
</ul>
<p>Ich gestehe, ich bin zum Vortrag mit dem Gedanken: Naja, sicher die alten Tricks, die man längst kennt. War eher neugierig, wie sich der Leiter des <a href="http://www.mathematikum.de/">Gießener Mathematikums</a>, der sich auch als Buchautor einen Namen gemacht hat, so als Redner präsentiert. Und dennoch hab ich einiges Neues gelernt und gestaunt. Gestaunt, wie einfach es sein kann, vermeintlich schwierige und trockene wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln, Aha-Erlebnisse und den „Klick im Kopf“ auszulösen. </p>
<p><img src="http://biolektor.de/wp-content/uploads/beutelspacher_mathematikum.jpg" alt="Prof. Beutelspacher / Mathematikum, Foto: Rolf K. Wegst" title="Prof. Beutelspacher / Mathematikum, Foto: Rolf K. Wegst" width="400" height="272" class="aligncenter size-full wp-image-169" /><br />
<em>Prof. Beutelspacher versteht es, Mathematik spannend zu präsentieren <br />(Foto: Rolf K. Wegst, mit freundlicher Genehmigung vom Mathematikum Gießen)</em></p>
<p>Daher: Wenn Prof. Beutelspacher mal in Ihrer Gegend vorträgt, gehen Sie hin. Mathe kann tatsächlich glücklich machen! Spätestens, wenn Sie nach dem Vortrag nachts am Küchentisch Papierstreifen aneinander kleben und zerschneiden und Sie nun auch noch diese und jene Variante ausprobieren wollen <img src='http://biolektor.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .  Bitte mehr solcher Professoren in diesem Land!</p>
<p>Der Vortrag war übrigens die Auftaktveranstaltung zur <a href="http://www.konstanz.de/rathaus/medienportal/mitteilungen/00018/index.html">Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“</a>, die seit heute im BildungsTurm Konstanz zu sehen (oder zu begreifen, erfahren, erkennen … ) ist (aus der Reihe <a href="http://www.grenzenlos-denken.de">&#8221; &#8216;grenzenlos denken&#8217; im Jahr der Wissenschaft&#8221;).</a></p>
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		</item>
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		<title>Zusatzstoffe ins Museum?</title>
		<link>http://biolektor.de/index.php/2009/03/29/zusatzstoffe-ins-museum/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 17:45:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
				<category><![CDATA[BioLOGie]]></category>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche war ich in Hamburg und habe u.a. das Deutsche Zusatzstoffmuseum besucht. Abseits von Touristenströmen ist das kleine Museum auf dem Gelände des Großmarktes für Obst, Gemüse und Blumen zwar ein wenig versteckt, aber nichtsdestotrotz einen Besuch wert. Man sollte unbedingt die Anfahrtsbeschreibung beachten. Die Adresse Banksstraße 28 ist insofern verwirrend, als sie offenbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche war ich in Hamburg und habe u.a. das <a href="http://www.zusatzstoffmuseum.de/">Deutsche Zusatzstoffmuseum</a> besucht. Abseits von Touristenströmen ist das kleine Museum auf dem Gelände des Großmarktes für Obst, Gemüse und Blumen zwar ein wenig versteckt, aber nichtsdestotrotz einen Besuch wert. Man sollte unbedingt die <a href="http://www.zusatzstoffmuseum.de/anfahrt-und-oeffnungszeiten.html">Anfahrtsbeschreibung</a> beachten. Die Adresse <em>Banksstraße 28</em> ist insofern verwirrend, als sie offenbar für das riesiges Gelände des Großmarktes insgesamt gilt. Nachdem ich das Museum im FRoSTA-Gebäude gefunden hatte, wurde ich von einer angehenden Ökotrophologin überaus freundlich und charmant empfangen. </p>
<p><img src="http://biolektor.de/wp-content/uploads/zusatzstoffmuseum-hamburg-1.jpg" alt="Deutsches Zusatzstoffmuseum" title="Deutsches Zusatzstoffmuseum" width="500" height="375" class="aligncenter size-full wp-image-164" /></p>
<p>Das Museum ist so gestaltet, dass man sich beim Eintritt in einen gewöhnlichen Supermarkt versetzt fühlt. Allerdings befinden sich gleich im allerersten Regal keine Lebensmittel, sondern man steht vor einer Sammlung von Chemikalien in ihren Original-Kunststoffverpackungen. Der Eindruck „Chemie-Labor“ ist sicher nicht unbeabsichtigt und führt in drastischer Weise vor Augen, was sich unter (mehr oder weniger korrekt deklariert) unter Zusatzstoffen alles in unseren Lebensmitteln befindet.</p>
<p>Dass in der Herstellung von Lebensmitteln allerlei Zusatzstoffe, Aromen, Farbstoffe und Geschmacksverstärker verwendet werden, ist vielen Verbrauchern durchaus bewusst. Was die Meisten jedoch nicht wissen:<strong> Auch in sogenannten Bioprodukten sind zahlreiche Zusatzstoffe erlaubt</strong>. Die verschiedenen Klassen von Zusatzstoffen haben unterschiedliche Funktionen, können z.B. die Haltbarkeit von Lebensmitteln verbessern oder die industrielle Verarbeitung erleichtern. Im Museum kann man an einigen interaktiven kleinen Experimenten selber ausprobieren, wie einige der Zusatzstoffe, z.B. Emulgatoren, funktionieren. Ist gegen eine längere Haltbarkeit auf den ersten Blick nichts einzuwenden, gerät man bei der Beeinflussung von Aussehen und Geschmack schon eher ins Grübeln, ob man wirklich alles zu sich nehmen möchte, was uns da so untergemixt wird.
</p>
<p><img src="http://biolektor.de/wp-content/uploads/zusatzstoffmuseum-hamburg-2.jpg" alt="Deutsches Zusatzstoffmuseum" title="Deutsches Zusatzstoffmuseum" width="500" height="253" class="aligncenter size-full wp-image-165" /></p>
<p>An einigen Beispielen wird zudem gezeigt, wie der Einsatz von Zusatzstoffen verschleiert und ganz legal die Angabe von Zusatzstoffen auf der Verpackung umgangen werden kann. Recht anschaulich sind auch Info-Boxen, wo anhand von Münzstapeln dargestellt wird, um wie viel teurer z.B. ein Himbeerjoghurt sein müsste, wenn er echte Himbeeren statt künstlicher Aromen enthalten würde.</p>
<p>Und spätestens hier wird denn auch deutlich, dass eine Schwarz-Weiß-Sicht á la <strong>„Zusatzstoffe = giftig, chemisch und böse“ </strong>und <strong>„naturbelassene Nahrungsmittel = gesund und ungiftig“</strong> als Denkautomatismus der komplexen Materie nicht gerecht wird.<strong> Vitamin C</strong> findet jeder toll, bei <strong>Ascorbinsäure </strong>rümpft man bereits die Nase, bei<strong> E 300</strong> hört sich das schon richtig giftig an, dabei handelt es sich um <strong>ein und dieselbe Substanz</strong>. (Dass man die Lebensmittelzusatzstoffe mit einer dreistelligen Ziffer nach einem großen E klassifiziert, was sofort an E 605 erinnert, dürfte aus Sicht der Lebensmittelindustrie einem Marketing-Gau nahekommen.) Auf der anderen Seite enthält jeder noch so biologisch angebaute Kohl (der nie mit irgendwelchen Herbiziden, Düngern oder sonstigen Chemikalien in Berührung gekommen ist) auch giftige oder gar krebserzeugende Substanzen. Die Natur ist nicht immer „gut“ und „die Chemie“ nicht automatisch „böse“. Darüber und über Sinn und Unsinn von Zusatzstoffen in unserer Ernährung kann man lange diskutieren. Jedem, der sich informieren, eine eigene Meinung bilden und wissen will, was und warum in seiner täglichen Ernährung so alles drinsteckt, <strong>sei ein Besuch in dem Hamburger Museum unbedingt empfohlen</strong>. </p>
<p>Das Museum ist ein Projekt der Hamburger Lebensmittelstiftung und wird von der <a href="http://www.frosta.de/">Tiefkühlmarke FRoSTA</a> und der <a href="http://www.walthers.de/">Saftkellerei Walther</a> unterstützt. Für die wissenschaftliche Begleitung stehen Prof. Dr. Georg Schwedt und der als Sachbuchautor bekannte Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des <a href="http://www.das-eule.de/">EU.L.E.</a> </p>
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