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	<title>Aus BioLektors Notizenbuch &#187; Zeitung</title>
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	<description>Allerley Wundersames aus Biologie und Sprache</description>
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		<title>Mille grazie, Bello!</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 22:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Wörter]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Klingt zunächst kurios, hat aber einen guten Grund: Blindenführhunde in der Schweiz und in Deutschland müssen Italienisch lernen. Ihr Trainer bringt Ihnen die Kommandos nicht auf Deutsch, sondern in italienischer Sprache bei. Und wieso das? Erstens können die Hunde, wenn sie später ihren blinden Besitzer sicher durch den Verkehr lotsen sollen, die Befehlslaute einer fremden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klingt zunächst kurios, hat aber einen guten Grund: <strong>Blindenführhunde </strong>in der Schweiz und in Deutschland <strong>müssen Italienisch lernen</strong>. Ihr Trainer bringt Ihnen die Kommandos nicht auf Deutsch, sondern in italienischer Sprache bei. Und wieso das? Erstens können die Hunde, wenn sie später ihren blinden Besitzer sicher durch den Verkehr lotsen sollen, die Befehlslaute einer fremden Sprache leichter aus dem Geplapper der Umgebung heraushören. Und zweitens wird es wohl- (oder übel) meinenden Mitmenschen schwieriger gemacht, dem Blinden bzw. dem Hund reinzureden. Aus den gleichen Gründen lernen angeblich die Blindenhunde in Italien ihre Kommandos auf Deutsch. So schreibt zumindest meine Tageszeitung am Pfingstsamstag. </p>
<p class="keinzug">PS: Blindenführhunde gehören übrigens – neben Blutegeln – zu den ganz wenigen mir bekannten Fällen, wo man vom Arzt ein <strong>Tier auf Rezept</strong> bekommen kann. <strong>Tiere auf Rezepten</strong> gibt es auch ohne Arzt und ungleich häufiger, aber das ist ein ganz <a href="http://www.daskochrezept.de/rezepte/fleisch/ ">anderes Thema</a>.</p>
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		<title>Die Top 10 im Medienschatten</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 09:16:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
				<category><![CDATA[ohne Kategorie]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
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		<description><![CDATA[Über welche Themen wurde im letzten Jahr wenig oder gar nicht in den Medien berichtet, obwohl sie brisant und von hoher Bedeutung für die Öffentlichkeit sind? Die Initiative Nachrichtenaufklärung hat in dieser Woche ihre Top 10 der Themen „im Schatten der Medienöffentlichkeit“ vorgelegt. Folgende Anliegen wurden nach Ansicht der Jury im Jahr 2009 nicht genügend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über welche Themen wurde im letzten Jahr wenig oder gar nicht in den Medien berichtet, obwohl sie brisant und von hoher Bedeutung für die Öffentlichkeit sind? Die <strong><a href="http://www.nachrichtenaufklaerung.de">Initiative Nachrichtenaufklärung</a></strong> hat in dieser Woche ihre Top 10 der Themen „im Schatten der Medienöffentlichkeit“ vorgelegt. Folgende Anliegen wurden nach Ansicht der Jury im Jahr 2009 nicht genügend berücksichtigt: </p>
<ol>
<li>Notstand im Krankenhaus: Pflegebedürftige allein gelassen</li>
<li>Psychiatrie: Bundesregierung biegt UN-Konvention zurecht</li>
<li>Kriegsberichterstattung lenkt von zivilen Friedensstrategien ab</li>
<li>Rechtswidrige Anwendung von Polizeigewalt</li>
<li>Lücken der Finanzaufsicht bei Kirchen</li>
<li>Mangelhafte Deklarierung von Jodzusatz in Lebensmitteln</li>
<li>Patente auf menschliche Gene und Gensequenzen</li>
<li>Schulen für Gehörlose unterrichten keine Gebärdensprache</li>
<li>Mangelnde Kontrolle deutscher Rüstungsexporte</li>
<li>Sondermüll beim Bauen und Sanieren</li>
</ol>
<p>Ausführlichere Informationen zu den Top 10 sowie den Hintergründen der Aktion kann man unter <a href="http://www.nachrichtenaufklaerung.de">www.nachrichtenaufklaerung.de</a> nachlesen.</p>
<p>Ziel der Initiative Nachrichtenaufklärung ist, <strong>vernachlässigte Themen</strong> stärker in das Bewusstsein von Journalisten und Öffentlichkeit zu bringen. Themenvorschläge kann jeder Bürger einreichen, sie werden geprüft und einer Fachjury aus Wissenschaftlern und Journalisten vorgelegt. </p>
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		<title>Sinnwidrige Silbentrennung und uran-ständige Promotion</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 09:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redaktion & Lektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Masterarbeiten]]></category>
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		<description><![CDATA[Mag sein, dass eine optimale Silbentrennung nicht immer möglich ist, wenn man auf beengtem Raum keinen Anschlag zu verschenken hat. Bei drei Dutzend Anschlägen pro Zeile im Kolumnensatz einer Zeitung (Beispiel aus der ZEIT vom 11.09.08) sind Kompromisse unvermeidlich. In einer Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit jedoch würde ich eine derart ungeschickte Silbentrennung als Fehler ansehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://biolektor.de/wp-content/uploads/uran-staendig1.jpg" alt="sinnwidrige Trennung" title="sinnwidrige Trennung" width="250" height="220" class="alignleft size-full wp-image-113" /></p>
<p>Mag sein, dass eine optimale Silbentrennung nicht immer möglich ist, wenn man auf beengtem Raum keinen Anschlag zu verschenken hat. Bei drei Dutzend Anschlägen pro Zeile im Kolumnensatz einer Zeitung (<em>Beispiel aus der ZEIT vom 11.09.08</em>) sind Kompromisse unvermeidlich. In einer Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit jedoch würde ich eine derart ungeschickte Silbentrennung als Fehler ansehen, auch wenn die Trennung keinerlei DUDEN-Regeln verletzt. </p>
<p>Hier wird eine Trennstelle zur <strong>Stolperfalle </strong>für den Leser, denn die Promotion von Walter Steinmeier handelt weder von Bergbau noch Atomkraft. In der Diskussion zur Rechtschreibreform waren häufig die bekannteren Fälle Urinstinkt und Analphabet genannt worden, wo man ebenfalls auf eine Trennung nach der zweiten Silbe besser verzichtet. </p>
<p>In fast allen Fällen lassen sich solche <strong>dem Sinn und Lesefluss zuwider laufenden Trennungen vermeiden</strong>. Selbst wenn es mit Anschlagszahl und Zeilenumbruch eng wird, kann man meist umformulieren oder ein Synonym finden. </p>
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		<title>Scontainer?</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 06:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redaktion & Lektorat]]></category>
		<category><![CDATA[texten]]></category>
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		<description><![CDATA[Man mag mich kleinlich und besserwisserisch schimpfen, mich stören solche hässlichen Trennungen, ob in einem Fachtext oder wie hier bei der Morgenlektüre. Wie schwer derartige Fehler wiegen bei einem Produkt, welches nach einmaliger Lektüre bereits zum Altpapier gelegt wird, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. Ich frage mich jedoch, wie solche unsauberen Trennungen entstehen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man mag mich kleinlich und besserwisserisch schimpfen, mich stören solche hässlichen Trennungen, ob in einem Fachtext oder wie hier bei der Morgenlektüre. <img src="http://biolektor.de/wp-content/uploads/trennung2.jpg" alt="Südkurier vom 11.06.08" title="Südkurier vom 11.06.08" width="400" height="140" class="alignleft size-full wp-image-27" />Wie schwer derartige Fehler wiegen bei einem Produkt, welches nach einmaliger Lektüre bereits zum Altpapier gelegt wird, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. </p>
<p>Ich frage mich jedoch, wie solche <a href="http://biolektor.de/index.php/2008/05/05/sauber-getrennt/">unsauberen Trennungen</a> entstehen und wie man ihnen vorbeugen kann. Sind das Vertipper des Autors, die beim Korrekturlesen übersehen wurden (ebenso wie das fehlende &#8220;s&#8221; in der Folgezeile)? Oder liefern die Redakteure ihre Texte ohne Silbentrennung ab und die automatische Trennfunktion einer DTP- oder Druckvorstufen-Technologie entscheidet, wo der Trennstrich gesetzt wird?  </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sauber getrennt</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 19:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BioLektor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redaktion & Lektorat]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie kann so wichtig sein: Eigelb und Eiweiß für leckeres Tiramisu, Inhalt und Layout für elegantes Webdesign. Doch was dem Konditor und CSS-Profi leicht von der Hand geht, ist für Software (Textverarbeitung, Desktop-Publishing) immer noch ein Problem: die saubere Trennung. Wortbestandteile in einer sinnvollen Art und Weise voneinander zu scheiden, das bedarf des Verständnisses von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kann so wichtig sein: Eigelb und Eiweiß für leckeres Tiramisu, Inhalt und Layout für elegantes Webdesign. Doch was dem Konditor und CSS-Profi leicht von der Hand geht, ist für Software (Textverarbeitung, Desktop-Publishing) immer noch ein Problem: die saubere Trennung. Wortbestandteile in einer sinnvollen Art und Weise voneinander zu scheiden, das bedarf des Verständnisses von Text und Kontext und ist kaum perfekt automatisierbar.</p>
<p><img src="http://biolektor.de/wp-content/uploads/trennung.jpg" alt="Südkurier vom 25.04.08" title="Südkurier vom 25.04.08" width="300" height="201" class="alignleft size-full wp-image-14" /></p>
<p>Gerade in Zeitungen und Zeitschriften, wo oft enge Spalten und strikte Vorgaben für die Nutzung des knappen Raums gelten, sieht man häufig „unschöne“ Wort-Zerteilungen. Nebenstehend ein Beispiel aus meiner Heimatzeitung (Südkurier vom 25.04.08).</p>
<p>Das sinnfreie Wortfragment „Tempost“ unterbricht den Lesefluss und verzögert die Verständlichkeit des Textes. Schade, zumal für Tempo-standard hier durchaus genügend Platz gewesen wäre und es im Flattersatz auf zwei Buchstaben am Zeilenende mehr oder weniger nicht ankommt.</p>
<p>Bekannte, weil missverständliche oder lustig klingende „unsaubere“ Trennungen sind die Blumentopferde als Blumento-pferde, das Rumaroma als Ruma-roma oder der Urinstinkt als Urin-stinkt sind. Ähnliche unglücklich getrennt sind Werteex-ponierung, Wettbewerbsbe-hörden, institutsin-dividuellen, Bankenauf-sicht, Urs-prungsland und Entwicklung-sländer (Beispiele aus Diplomarbeiten, die ich in den letzten Monaten redigiert habe).</p>
<p>Dabei sind die genannten Fälle bis auf die letzten beiden durchaus dudenkonform und würden bei einer reinen (oder automatisierten) Rechtschreibkontrolle nicht als falsch gekennzeichnet. Dennoch wirken solche Trennungen holprig und wenig durchdacht, ein sorgfältig erstellter Text sollte diese Schwäche vermeiden.</p>
<p>Ich rate dazu, auf die automatische Silbentrennung von WORD eher zu verzichten und „per Hand“ zu trennen. Wenn man um den Unterschied von Trennstrich, bedingtem Trennstrich und geschütztem Trenn- bzw. Bindestrich weiß und die entsprechenden Tastenkürzel beherrscht, ist eine solche kontrollierte Trennung (man kann sich von WORD Vorschläge geben lassen) recht fix erledigt. Wer dennoch eine Trenn-Automatik nutzt, sollte unbedingt vor Abgabe oder Druck die Seiten noch mal am rechten Rand „scannend überfliegen“ und jedes Trennzeichen auf Verständlichkeit prüfen.</p>
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